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04. Juni 2021

IBS Linz: Kompetenter Brandschutz-Partner im Holzbau

Das IBS – Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung Linz bietet als unabhängige, akkreditierte Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsstelle die Prüfungen von Bauprodukten, die Erstinspektion und Fremdüberwachung der werkseigenen Produktionskontrolle, die Zertifizierung von Bauprodukten sowie die Inspektion und Zulassung von technischen Brandschutzanlagen. Die Ermittlung des Feuerwiderstands und des Brandverhaltens von Bauteilen und Baustoffen (wie zum Beispiel Feuer- und Rauchschutzabschlüsse, Verglasungen, Brandschutz- und Entrauchungsklappen, Abschottungen, Fassadensysteme, (nicht)tragende Decken und Wände, Träger, Natürliche Rauch und Wärmeabzugsgeräte sowie Sonderprüfungen) erfolgt anhand europäischer Prüfmethoden. Mit dem IBS – Technisches Büro steht zusätzlich ein kompetenter Partner für die professionelle Planung und Umsetzung von Brandschutzkonzepten zur Verfügung. Ziel ist die Optimierung der Sicherheit sowie die Abdeckung behördlich geforderter Schutzziele mit geeigneten, nicht überzogenen Brandschutzmaßnahmen.

Der Holzbau in Verbindung mit Brandschutz ist eine der vielen Kompetenzen der Experten des IBS Linz, wie zahlreiche durchgeführte Prüfungen (beispielsweise die der SHERPA-Verbinder von Vinzenz Harrer) belegen. Das Interesse am Werkstoff Holz ist seitens Bauherren in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Neben den klimatechnischen Vorteilen entdecken auch immer mehr Architekten, Planer und Investoren die Qualitätsvorteile sowie die Ästhetik und designtechnischen Möglichkeiten von Holz. Dabei steht in erster Linie nicht unbedingt primär das Hochhaus aus Holz im Vordergrund, sondern die breite Anwendung im städtischen Umfeld mit vier bis acht Geschossen. Die Umsetzung erfolgt oft in Hybrid-Form, mit Holzanteilen von 70 bis 80 Prozent. So können die Vorteile unterschiedlicher Materialien (z.B. Beton und Holz) miteinander kombiniert werden.

Da der Holzbau normativ nicht extra berücksichtigt wird, ist Bauen mit Holz oft eine Herausforderung für Verantwortliche sowie für die Hersteller entsprechender Bauprodukte: Es gibt keine Normtragkonstruktion aus Holz. Aus diesem Grund müssten theoretisch alle Produkte, wie zum Beispiel Abschottungen, usw., in sämtlichen Holzbauvarianten (Riegel-, Massiv-, Stapelbauweise, etc.) geprüft werden. Eine Stellvertreterregelung für Holzbauvarianten fehlt. Diese Vorgehensweise, also eine Prüfung sämtlicher Tragkonstruktionen, wäre entsprechend kostenintensiv. Lösungen für diese Thematik zu schaffen ist die Aufgabe von Prüfinstituten wie dem IBS Linz. Es braucht eine hohe Expertise, um für Hersteller von im Holzbau eingesetzten Produkten den „Worstcase“ aus Holzkonstruktionen bestimmen und dies auch fachlich begründen zu können. Nur auf diesem Wege können anschließend bei den Prüfungen eine Vielzahl an Konstruktionen abgedeckt werden. Ein erfolgreiches Beispiel dieser Vorgehensweise stellen die SHERPA-Verbinder der Vinzenz Harrer GmbH dar. Diese Verbinder-Typen können in den unterschiedlichsten Bereichen des Bauwesens eingesetzt werden: von Knotenpunkten im Ingenieurholzbau über Dach- und Wandbauteile bis hin zu Misch- und Sonderkonstruktionen mit Stahl oder Beton. Im Zuge von Brandprüfungen am IBS Linz konnten die Sherpa-Verbinder bereits ihre Feuerwiderstandsfähigkeit unter Beweis stellen (siehe Abbildung 2).

Abbildung 1: Prüföfen des IBS Linz
Abbildung 2: Überprüfung des Feuerwiderstands der SHERPA-Verbinder
Abbildung 1: Prüföfen des IBS Linz
Abbildung 2: Überprüfung des Feuerwiderstands der SHERPA-Verbinder